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Vorweg die Informationen des Verlags:

knaur

Klappenbroschur, Knaur TB
01.03.2017, 816 S.

ISBN: 978-3-426-51844-1
Diese Ausgabe befindet sich in Herstellung

12,99

Düster, intensiv, geheimnisvoll: „Seelenspalter“ ist Assassinen-Fantasy für die Fans von „Assassin’s Creed“ und Licia Troisi, von der mehrfach preisgekrönten Autorin Ju Honisch
Nur die Starken überleben in den Acht Reichen, die miteinander in einem endlosen Krieg um die Vorherrschaft liegen. Das begreift Maleni sehr schnell, als sie nach einem Massaker, dem ihr ganzes Dorf zum Opfer fällt, Aufnahme beim Orden der Xyi findet. Unerbittlicher Drill und ein geheimnisvolles Elixier lassen einen Teil von Maleni zur Assassinin Taryah werden, die ohne Mitleid zu empfinden oder Fragen zu stellen ihrem blutigen Handwerk nachgeht. Doch weder in den Acht Reichen noch beim Orden der Xyi sind die Dinge so einfach, wie sie scheinen. Und eines Tages muss Maleni erkennen, dass Taryah nicht nur ein Teil von ihr ist – sondern ihr größter Feind.

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Vorweg: Ich persönlich hätte ja eher den Vergleich zu Sarah J. Maas – Throne of Glass Serie gewählt ;), die liebe ich auch und es sind 2 ähnliche, starke Heldinnen. Licia Troisi’s Bücher sind toll, aber All-Age-Fantasy, Seelenspalter, finde ich (ohne mich dabei zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen) , hat ein etwas älteres Zielpublikum, ab 14 Jahren? Wobei Assasin’s Creed wohl eher einfach nur Leser anlocken soll. Ja, es sind Assasinen im Buch, aber die würde ich jetzt mal nicht eben mit Assasin’s Creed über einen Kamm scheren… so jetzt steinigt mich meinetwegen dafür. Ein etwas unglücklicher Klappentext, ich frage mich immernoch von welchem Elixir da die Rede ist,wir reden von Seelen… deswegen heisst das Buch ja auch Seelenspalter, tztztz… Elixire und Gifte gibt es im Buch, keine Frage, wobei mir eine ähnliche Verwendung bei the Witcher auffällt, Geralt von Riva wurde ja auch so trainiert (wenn wir mal grob bei den Videospielumsetzungen bleiben. 😉 )

Aber jetzt erstmal zum eigentlichen Roman, Vorhang auf für Seelenspalter:

Da ist er, der neue Roman von Ju Honisch, „Seelenspalter“ ist Highfantasy in einer vom Krieg gezeichneten Welt, welche von einem Netzwerk von Assasinen durchzogen ist. Ich freue mich die Gelegenheit gehabt zu haben den Roman noch vor der offiziellen Erscheinung lesen zu können, vielen Dank an den Knaur Verlag noch einmal hierfür und für den schnellen und unkomplizierten Support.

Einst war der Kontinent Perodenn ein Königreich, geführt von einem König und dessen magischem Kronrat, in Frieden, Wohlstand und Weisheit. Doch diese Welt gibt es nicht mehr, der Kronrat wurde vernichtet und die Welt versank in Kriegswirren. Seit Generationen bekriegen sich die 8 Fyrstheneien des alten Königreiches und jeder Herrscher will die Macht über den ganzen Kontinent. Melani ist eine Assasine der Xyi einer geheimen Geschwisternschaft deren Netzwerk sich über alle 8 Fyrsthentümer zieht, sie lenken im Geheimen das Geschick und den Niedergang von Personen, Armeen und Machthabern. Sie hat den Auftrag einen Kriegsherren zu Fall zu bringen, dafür nutzt sie den anderen Teil ihrer Seele, der sich Taryah nennt. Taryah ist der lebende Tod, perfekt ausgebildet in der Kunst der Assasinen, sie eliminiert ihr Ziel bei einem Schleiertanz, still, elegant und würdevoll, wie es sich gehört. Allerdings läuft danach ihr Leben aus dem Ruder. Melani „rettet“ die Töchter des Baronen, in dessen ausgeplünderten Burg der Kriegsherr sich gerade aufhält, in dem sie ihre sterbenden Körper schneller dem Gott des Todes zuführt, damit sie nicht weiter geschändet werden. Dies tut sie aus Sentimentalität und Mitleid, etwas dass es bei den Assasinen nicht geben darf und verpasst ihre geplante Fluchtmöglichkeit, damit ist sie nun ersteinmal auf sich selbst gestellt. Sie schlägt sich in die Berge durch, mit einem Dutzend Soldaten im Nacken, welche auf Rache sinnen. Dort trifft sie auf die beiden Schmiede Umbert & Elgor, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen und nicht nur Schmiede sind wie sie vorgeben, aber dafür brauchen sie Melani. Melani, nicht aber Taryah, welche auch nicht das ist, was sie zu sein vorgibt. Nach und nach kommen Geheimnisse und Erinnerungen ans Licht, neue Bündnisse werden geschmiedet. Und Melani erkennt, dass eine uralte, böse Kreatur den Krieg immer wieder entfacht, mit den Menschen spielt und die Assasinen sind der Schlüssel dazu. Gejagt von ihren Geschwistern muss Melani durch die Fyrtheneien fliehen und mit ihren neuen Gefährten alte Legenden erkunden, längst vergessene Orte besuchen, in denen der Tod lauert um sich schließlich dem finalen Kampf zu stellen, bei dem der Ausgang nicht unbedingt zu ihren Gunsten steht.

Da ich nur (weil es noch keine Print- oder Ebookausgabe gibt) die Druckfahnen zu Verfügung hatte kann ich natürlich zur Umschlagsgestaltung und der Bindung nicht viel sagen, allerdings ist das Cover, welches man online einsehen kann, schon sehr schön und gut gewählt. Der Roman an sich ist abgeschlossen, aber die Welt gibt eindeutig noch genug Ideen für weitere Bücher her, weil man auch nicht zuletzt daran interessiert ist, wie es mit den Assasinen weitergeht und ob es noch mehr Gorrn gibt und natürlich auch was aus unserer Heldin wird. Ich finde es aber gut, dass man Seelenspalter auch als Einzelband lesen kann, es gibt ein zufriedenstellendes Ende und man bleibt am Ende nicht mit etlichen offenen Fragen zurück. Man fiebert mit Melani mit, man leidet mit ihr und freut sich über ihre Entwicklung und hat Mitgefühl, wenn in Rückblicken ihre Vergangenheit erzählt wird, gerne hätte ich mir ein wenig mehr Informationen über manche Personen gewünscht, manche Nebencharaktere wirken manchmal etwas flach, weil sie nur kurz angerissen werden, gerade die Gegenspieler, was aber meinem Lesespaß keinen Abbruch getan hat. Der Roman wird hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin erzählt, aber auch die Sicht einzelner anderer wird beleuchtet, z.B. der ihrer Assasinen-Patin, wenn es dem Geschichtsfluss dient. Wie in Ju’s anderen Romanen gibt es auch hier eine Romanze, welche aber nicht ins kitschige gezogen und überzogen wird, sie gehört zur Geschichte ist aber nicht die Haupthandlung, es wird sich also nicht auf jeder 2. Seite angeschmachtet. Es ist gute solide Fantasy mit einem starken weiblichen Protagonisten, die über sich hinauswächst und ihr Leben selbst zu bestimmen lernt, aber auch seine Fehler hat. Eine in sich stimmende, zerstörte Welt in der Tod und Grausamkeit an der Tagesordnung stehen, es wird aber auch ein Einblick gegeben was einmal war und man hat seine eigenen Ideen, was einem daraus werden könnte. Der Roman spielt in einer Welt die durch Metzeleien und Kriege sehr viel Wissen und technische Errungenschaften verloren und vergessen hat, die Menschen drohen sich weiter zurück zu entwickeln, wenn man will bis zu Steinzeit. Man stirbt schnell und oft blutig, nur noch wenige Gelehrte sind übrig geblieben im Geheimen… interessant finde ich die Idee, dass dies alles als Spiel einer übergeordneten Rasse geschieht, Äonen alt und von Langeweile getrieben, allerdings nicht unsterblich. Neugierig würde mich auch ein Prequel machen in dem die Entstehung von Perodenn beschrieben wird und der Krieg gegen die Gorrn. Beim Einlesen stolpert man erst noch über die etwas anders geschriebenen Wörter, wie z.B. Fyrsthen, aber das gibt sich mit der Zeit, obwohl mir die Begriffe beim Schreiben unheimlich schwer fielen.Da der Roman als Untertitel „die Geheimnisse der Klingenwelt“ trägt, gehe ich davon aus, dass noch Teile folgen werden. Mit seinen über 800 Seiten ist der Roman natürlich auch nicht mal eben kurz zu überfliegen und ist schon sehr umfangreich, aber ich war gefesselt und habe jede freie Minute mit dem Buch genossen.

Und ja , ich werde die Folgebände auf alle Fälle lesen, gerne liebe Ju, so schnell es geht. ❤

Nun noch kurz zum Abschluss, in 2 Tagen wird es noch ein Interview mit der Autorin geben, seid gespannt.

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2 Kommentare zu „Buchvorstellung: Ju Honisch – Seelenspalter

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