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Die Zeit vergeht wie im Fluge und ich bin noch einen kleinen Artikel über die Lesung von Cornelia Funke schuldig.

Am letzten Montag war es soweit, zumindest meine Lesung 😉 . Cornelia Funke war nach endlos langer Zeit endlich einmal wieder auf Lesetour in Deutschland. 5 Termine gab es: Berlin, Braunschweig, Hamburg, Bonn und München, bis auf Hamburg waren alle Karten bereits im Vorverkauf restlos ausverkauft. Veranstaltet wurde die Lesetour durch den Dressler Verlag, bei dem der 2. Band der Drachenreiter auch erschienen ist. Passend dazu gab es eine wunderschöne Neuauflage des ersten Bandes.

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Hier ein Paar Infos von der Seite des Verlags:

Ganze 19 Jahre mussten die Fans von Cornelia Funke auf eine Fortsetzung ihres fantastischen Kinderbuchs „Drachenreiter“ warten. Im September ist endlich „Die Feder eines Greifs“ als Buch im Dressler Verlag und als Hörbuch in Cornelia Funkes eigenem Hörbuchverlag Atmende Bücher erschienen. Drachenreiter Ben und seine Gefährten haben darin eine neue Mission: Der Nachwuchs des letzten Pegasus ist bedroht und nur die Sonnenfeder eines Greifs, dem gefährlichsten aller Fabelwesen, kann ihre Art noch retten. Gemeinsam mit einer fliegenden Ratte, einem Fjordtroll und einer nervösen Papageiendame reisen sie nach Indonesien und merken schnell: Sie brauchen die Hilfe eines Drachen!

Cornelia Funke, 1959 in Dorsten/Westfalen geboren und seit vielen Jahren zuhause in Kalifornien, ist eine der international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinderbuchautorinnen. Sie schrieb u. a. die Romane „Drachenreiter“, „Herr der Diebe“, die „Tintenherz“-Trilogie und die „Reckless“-Reihe. Funkes vielfach ausgezeichnete Bücher erscheinen im Dressler Verlag.Der Berliner Schauspieler Rainer Strecker, Jahrgang 1965, arbeitet für Theater, Film und Fernsehen. Erfolge feiert er auch als Hörbuch-Interpret, u. a. in Funkes „Tintenwelt“-Trilogie.

der ganze Artikel ist hier zu finden : Link

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Bereits 2 Stunden vor der Lesung begann sich die Braunschweiger Stadtbibliothek zu füllen (was denke ich auch dem schlechten Wetter geschuldet war), allerdings war der Aufbau da noch im vollen Gange und man musste sich die Zeit vertreiben, der Einlass sollte erst eine halbe Stunde vor der eigentlichen Lesung stattfinden. Über 300 Sitzplätze waren aufgebaut und diese sollten bis zum letzten Platz gefüllt werden. Bereits vor Einlass gab es etliche anfragen nach Restkarten oder evtl. frei bleibenden Plätzen, leider ohne Erfolg, Spätentschlossene hatten einfach Pech. Ausgelegt war die Lesung für Kinder, wie auch das Buch und daher bekamen alle Kinder die besseren Plätze vorn, auch wenn es Mama und Papa oftmals sichtlich schwer fiel das eigene Kind aus den Händen zu geben.

Im Vorfeld konnte man dann schon die wirklich schön gemachte Dekoration ganz passend zum Drachenreiter bewundern, hier wurde so viel Mühe gegeben und es gab so viel Liebe zum Detail, die beiden Lesenden, also Cornelia Funke und Rainer Strecker konnten auf einer geschnitzten Bank platznehmen und haben an einem mit Schnitzereien verzierten Tisch gelesen. Auch das Nest der Pegasi war aufgebaut, wie man auf den Bildern sehen kann.

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Die Lesung selbst war in 2 Lesepassagen und eine große Fragerunde unterteilt, den Abschluss bot dann die Signierstunde. Unter großem Applaus wurden also die beiden Hauptpersonen des Nachmittags auf die Bühne gebeten. Für alle die den Drachenreiter nicht kannten oder noch eine kleine Auffrischung nötig hatten, gab es eine kleine Zusammenfassung der Geschichte vom Leseteam der Buchhandlung Graff aus Braunschweig. (Das Leseteam besteht aus Schülern ab der 3. Klasse und wer viel Spaß am Lesen hat und in Braunschweig wohnt, kann sich gerne bei der Buchhandlung dafür Bewerben) Begonnen wurde damit noch einmal alle Hauptpersonen des Buches vorzustellen, also in erster Linie Ben und seine Familie. Und wie sie sich auf den Weg machen die Eier zu retten.

Eine große aber durchaus spannende Fragerunde mit dem üblichen schleppenden Start folgte. Natürlich wurde viel nach Fortsetzungen gefragt, Frau Funke schreibt derzeit an Fortsetzungen zu Reckless und der Tintenherz Triologie und auch ein weiterer Drachenreiter Band soll noch folgen, aber diese Projekte benötigen Zeit. Für den Drachenreiter 2 brauchte sie 2 Jahre nur für das Schreiben, Umschlag und Innengestaltung nahmen noch ein weiteres Jahr in Anspruch, andere Projekte erfordern mindestens 3 Jahre Schreibzeit. Zu vielen Fortsetzungswünschen musste sie aber auch leider mitteilen, dass die Geschichte einfach auserzählt ist (Pottila z.B.). Es gab auch viele Fragen zum Schreiberleben, wann fängt man damit an oder wie wird man Autor? Wo nimmt sie die Ideen her? Welches war das erfolgreichste Buch? Welches ist ihr Lieblingsbuch, nicht eines von ihren? Woher kommen die Namen und Ideen für ihre Charaktere usw.

Die Antworten möchte Euch natürlich nicht vorenthalten:

Sie selbst hat erst mir 28 Jahren begonnen zu schreiben, also hätten die Kinder noch ewig Zeit, und dass, weil sie keine Lust mehr hatte Zeichnungen für Bücher zu machen, die ihr nicht gefielen. Also hat sie sich Geschichten zu Zeichnungen ausgedacht die sie gerne machen würde. Mit der Zeit hatte sie dann festgestellt, dass ihr das Schreiben genauso gefällt wie illustrieren. ( Davor war sie Kinderbuchillustratorin)

Als Autor muss man sich Geschichten ausdenken und die Ideen findet sie dazu überall, die Welt quillt über vor Ideen man muss sie nur aufschreiben. Sie selbst hat so viele, dass sie niemals alle in ihrem Leben niederschreiben kann.

Ihr erfolgreichstes Buch ist schwer zu sagen, denn wie misst man Erfolg? An der verkauften Stückzahl, an den Übersetzungen in andere Sprachen, an Verfilmungen? Also kann sie das nicht genau sagen. Im allgemeinen fanden aber ihre Bücher, die sie auch für älteres Publikum geschrieben hat größeren Anklang.

Ihr Lieblingsbuch sind eigentlich 2 Bücher, nämlich zum einen der König auf Camelot von T.H. White und die Brautprinzessing von William Goldman, beides für mich Klassiker der Fantasyliteratur 🙂

Cornelia braucht schreiben wie Schokolade, manchmal hat sie einen etwas entrückten Blick drauf, dann sagen ihren Kinder schon : Mama geh schreiben!

Sie hat ihren Sohn Ben nach dem Ben im Drachenreiter benannt, nicht umgekehrt, aber er war die Vorlage für Bo im Herrn der Diebe, auch wenn er Bo natürlich heute nicht mehr ähnelt und größer als seine Mama ist.

Die Hörbuchfassung hat sie mit Reiner Strecker aufgenommen, jeweils ein Kapitel im wechsel, wobei er eher die mänmlcihen Parts und sie die weiblichen Parts hatte, in der Lesung in Braunschweig haben sie allerdings nicht Kapitelweise geteilt sondern nach Personen. Sie hat ihre Parts in Los Angeles und Rainer seinen Part in Berlin.

Auf die Frage ob es eine Fortsetzung zu Grets uns Eule – Hundesitter gibt, sagte sie leider nein, aber wenn die Lesereise beendet ist wird sie selbst einen Hund bekommen.

Alle Fragen wurden mit Witz und kindgerecht beantwortet und man konnte sehen wie viel Spaß die Kinder hatten.

Im 2. Lesungsabschnitt wurde der Zuhörer nach Indonesien entführt und lernt dort jede Menge verschiedenster Affen und auch die Greife kennen, die ja dem Menschen nicht wohlgesonnen sind. Die Tiere wurden großartg von Reiner Strecker vorgetragen, er musste sich dafür extra stundenlang die Töne der Tiere anhören um seine Textpassagen auch ähnlich klingen zu lassen.

Mein persönlicher kleiner Wermutstropfen war die Autogrammstunde, um Zeit zu sparen bekam man leider nur 2 signierte Bücher und diese leider auch nicht mit persönlicher Widmung, da ich nun selbst 2 kleine Mädchen habe, hätten sie sich bestimmt über ihre eigenen Exemplare gefreut. Ich hoffe ganz einfach, dass Cornelia Funke in Zukunft noch die ein oder andere Lesung geben wird.

Zu Abschluss gibt es noch zu sagen: Wer Fragen, Anregungen oder Wünsche hat, auch Autogrammkarten kann dies direkt auf Cornelias Website stellen: hier der LINK

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