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DIE Zwerge LIVE! in Wolfsburg

Ich bin ganz unvoreingenommen in das Projekt gegangen, natürlich kannte ich die Geschichte um den Zwerg Tungdil und seine Freunde und auch die Band Corvus Corax (zuletzt haben sie hier in der CDKaserne in Celle am 28.12.15 gesspielt) ist mir durchaus bekannt, aber wie dieses Zusammenspiel umgesetzt wurde ist ja immer überraschend. Soweit ich das mitbekommen habe war der Abend ausverkauft und das Haus bis unters Dach gefüllt, interessanter Weise von einem sehr gemischten Publikum, ja es mag einfältig klingen, aber ich hatte angenommen, dass doch der Großteil des Publikums Fans der Bücher oder der Band ausmachen würden, aber es waren auch sehr viele einheimische Wolfsburger und gängiges Theaterpublikum vor Ort, dass hatte ich so nicht erwartet. Grundsätzlich finde ich das sehr toll, dass sich auch Personen für ein Stück interessieren, welche sich normalerweise von dem Genre Fantasy ganz weit ab wenden (kinderkrams ect.), auch wenn es inzwischen in Buch und Film eigentlich etabliert sein sollte, aber das ist ein anderes Diskussionsthema. Begeistert waren alle von der Vorstellung 🙂

Über das große weitläufige Foyer gelangte man in den eigentlichen Saal, ich habe noch Karten in den oberen Rängen ergattert, die Sicht war wirklich passabel und das Theather so angeordnet, dass eigentlich jeder eine recht gute Sicht auf die Bühne hatte. Und schon ging es los. Herr Steck marschierte mit samt der Band in einem Zug vom Foyer auf die Bühne und erzählte uns die Geschichte vom geborgenen Land. Leider muss ich sagen, dass die Abmischung manchmal nicht gut passte, man konnte Johannes Steck leider nur noch sehr undeutlich verstehen, weil die Musik zu laut war. Für Menschen die die Geschichte nicht kannten ist das bestimmt schwierig gewesen der Thematik zu folgen.

Die Musik war stimmig und wusste mit mittelalterlichen Klängen und Instrumenten zu überzeugen, sie war nicht nur begleitend zur Erzählung, sondern es wurde auch Platz eingeräumt für einzelne Musikstücke, das hat das ganze Stück dann immer wieder ein wenig aufgelockert.

Der Erzähler an sich war für mich „das“ Herausragenste des Abends, Johannes Steck wusste sein Publikum in seinen Bann zu schlagen und fesselte die Zuhörer nicht nur durch die Geschichte, sondern brachte auch viel Witz, auch mit Hilfe einzelner Darsteller aus der Band und auch den ein oder anderen Spruch zum Gastspielort mit.

Die Kostüme und das Bühnenbild, letzteres wurde eigentlich nur von den Instrumenten und einer Karte des Geborgenen Landes gebildet, waren passend, nicht mittelalterlich, aber fantasylike, was sich ja auch gehört, wenn die Grundlage ein Fantasyroman ist. 😉

Zwei Punkte habe ich noch kurz anzusprechen, 1. die Spielzeit, erfreulicherweise gab es eine Pause (30 Min), so konnte der durstige Zuschauer sich kurz die Kehle befeuchten oder eine Brezel essen, übrigens zu mehr als fairen Preisen, oder aber den Merchandisestand beehren. So kam es aber, dass das angegebene Ende der Spielzeit (laut Website des Theaters) um 45 Min überzogen wurde (das soll keine Beschwerde sein, man freut sich ja, wenn man mehr für sein Geld bekommt, aber denkt auch mal an die Menschen mit Kindern und wartendem Babysitter zu Hause). Und 2. Der Merchstand, dort gab es jede Menge Dinge zu Corvus Corax und die Hörbücher, welche von Herrn Steck gelesen wurden, aber irgendwie habe ich die Romane von den Zwergen vermisst (waren die schon aus?)

Fazit: Alles in allem ein unterhaltsamer, lustiger und interessanter Abend mit überraschend gemischtem Publikum, guter Musik und einem herausragendem Johannes Steck. Vielen Dank an alle Mitwirkenden der Zwerge LIVE!, ich hoffe , dass es solche Projekte in Zukunft weiter geben wird und denkt vielleicht auch noch mal an die Leute weiter im Norden.

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